Abdrücke auf Kunststoffteilen durch Greifer? Ursachen und Lösungen für eine schonende Teilehandhabung

In automatisierten Produktionsprozessen kommt es immer wieder zu einem ärgerlichen Problem: Nach der Entnahme oder Handhabung weisen Kunststoffteile sichtbare Abdrücke, Druckstellen oder sogar Verformungen auf. Besonders bei Sichtteilen, Verpackungen oder hochwertigen technischen Bauteilen können solche Markierungen zu Ausschuss, Nacharbeit und Reklamationen führen.

Doch warum entstehen diese Abdrücke überhaupt und wie lassen sie sich vermeiden?

Warum entstehen Abdrücke auf Kunststoffteilen?

Grundsätzlich entstehen Abdrücke immer dann, wenn die Kontaktkraft zwischen Greifer und Bauteil zu hoch ist oder die Kraft auf eine zu kleine Fläche wirkt.

Besonders kritisch wird dies bei:

  • Dünnwandigen Kunststoffteilen
  • Hochglanzoberflächen
  • Transparenten Bauteilen
  • Frisch entformten Spritzgussteilen
  • Verpackungen mit geringer Wandstärke
  • Weichen oder elastischen Kunststoffen

Da diese Produkte häufig direkt nach der Herstellung gehandhabt werden, besitzen sie oft noch eine erhöhte Temperatur und sind dadurch besonders empfindlich gegenüber mechanischen Belastungen.

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Abdrücke auf Kunststoffteilen sind meist kein Materialfehler, sondern das Ergebnis einer nicht optimal abgestimmten Greiftechnik. Zu hohe Haltekräfte, ungeeignete Saugermaterialien, kleine Kontaktflächen oder hohe Bauteiltemperaturen gehören zu den häufigsten Ursachen.

Mit einer sorgfältigen Auslegung von Vakuumsaugern, EOAT-Systemen und Greifern lassen sich empfindliche Kunststoffteile sicher und schonend handhaben – selbst bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten und kurzen Zykluszeiten.

Wer frühzeitig auf die richtige Greifertechnik setzt, reduziert Ausschuss, verbessert die Produktqualität und steigert die Prozesssicherheit nachhaltig.

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